Vom Rittergüthleyn...

 

 

Die Geschichte des ehemaligen Rittergutes am Rande des Tharandter Waldes reicht weit zurück und wurde vor einigen Jahren in großartiger Leistung von Horst Hermsdorf in

"Das 'Albert´sche Rittergut'" (leider vergriffen) Band 1 der "Beiträge zur Heimatgeschichte Naundorfs" zusammengestellt.

 

Hermsdorf datiert die "Geburtsstunde" des heutigen LandGutes in das Jahr 1651: Werner Schwarz, Kurfürstlicher Kammerdiener und Hofjäger, erbat vom Kurfürsten Johann Georg I von Sachsen das seit 1639 nicht mehr bewirtschaftete Gut. Vom Kurfürsten von jeglichen  Steuern und Erbzinsen befreit, wurde das Gut "im Dorfe Nauendorf" zum "freyen Rittergüthleyn". Schwarz hatte auch das Recht auf den Bau eines Brauhauses sowie freien Bier- und Weinschank erworben (was jedoch in den folgenden Jahrzehnten öfter zu Streitigkeiten führte).

Mit der Zeit erweiterten sich Land- und Waldbesitz. Nach Schwarz folgten mehrere Eigentümer, von denen jeder seinen Beitrag zum Wachsen und Bestehen des Rittergutes beitrugen. 

Der zeitweilige Namensgeber des "Albert'schen Rittergutes" Benjamin Friedrich Albert lebte von 1799 bis 1863 auf dem Rittergut und vergrößerte das Anwesen zum Beispiel um das inzwischen abgerissene Försterhaus. Schwarz musste 1854 große Teile der erworbenen und bejagten Waldfläche im Tharandter Wald (sog. Herrenbusch) an den Staatsforst verkaufen. 

Ab 1866 wurde das Rittergut von der Familie Löffel bewirtschaftet, die in den folgenden Jahrzehnten viele persönliche und wirtschaftliche Schicksalsschläge erdulden musste. So brannten 1909 die Scheune und die Stallungen nieder, nachdem kurz zuvor das "Beigut" völlig abgebrannt war (an dessen Stelle wurde 1911 ein Wohnhaus neu erbaut, welches 1928 verkauft wurde).

Der Neubau des Stallgebäudes erfolgte 1910 nach den Plänen des Breslauer Architekten Preuß. Ein erneuter Brand 1988 veränderte das Aussehen des Stallgebäudes zum jetzigen Erscheinungsbild: Wände aus Naturstein und eine freitragende Stahldachkonstruktion mit Trapezblech bezeugen die Geschichte des Rittergutes.

Nach  wirtschaftlich schlechten Jahren wurde das Rittergut 1932 zwangsversteigert. In den Jahren 1933 bis 1936 wurden einige der baufälligen, nicht mehr genutzten Gebäude (Feldscheune und Dampfschornstein der ehemaligen Brennerei) abgerissen.

1942 erfolgte ein erneuter Besitzerwechsel. Wilhelm Waltking übernahm das Rittergut und nahm einige Umbauten vor, die das rückwärtige Erscheinungsbild des Rittergutes deutlich veränderten. 

 

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